Den Topf teilen: Ein Blick auf das partizipative Budgetierungsmodell „SOUP“ für eine von der Gemeinschaft gesteuerte Finanzierung
Wie können Gemeinden lokale Ideen finanziell unterstützen und gleichzeitig Vertrauen, Demokratie und Zusammenhalt stärken? In dieser Veranstaltung wird vorgestellt, Bürgerhaushalt durch das inspirierende SOUP-Modell – einen einfachen, gemeinschaftsorientierten Ansatz, der kleine Beiträge in sinnvolle lokale Maßnahmen umsetzt.
SOUP entstand ursprünglich in Detroit in einer Zeit wirtschaftlicher Not und zeigt, dass Gemeinschaften keine großen Fördermittel oder Institutionen benötigen, um Veränderungen zu bewirken. Indem sie sich zu einem gemeinsamen Essen versammeln, kleine Spenden zusammenlegen und gemeinsam entscheiden, welche lokalen Projekte gefördert werden sollen, erleben die Teilnehmer Demokratie als aktive, gemeinschaftliche Praxis.
Der SOUP-Prozess ist unkompliziert und für alle zugänglich. Die Mitglieder der Gemeinschaft kommen zusammen, um gemeinsam zu essen, kurze Vorträge von lokalen Projektleitern zu hören und darüber abzustimmen, welche Initiative die Gemeinschaftsmittel erhalten soll. Zu den Gewinnerprojekten können Gemeinschaftsgärten, Reparaturcafés, Jugendprogramme, Verbesserungsmaßnahmen im Stadtteil, kreative Initiativen oder andere Ideen gehören, die die lokale Widerstandsfähigkeit und das Wohlbefinden stärken.
Partizipative Haushaltsplanung ist mehr als nur ein Finanzierungsmechanismus: Sie stärkt Beziehungen, fördert die Bürgerbeteiligung und sorgt dafür, dass die Ressourcen innerhalb der Gemeinschaft im Umlauf bleiben. Sie befähigt die Menschen, sich von passiven Beobachtern zu aktiven Mitgestaltern ihres Lebensraums zu entwickeln, und zeigt damit, dass jede Stimme zählt und jeder Beitrag wichtig ist.
Die Teilnehmer werden untersuchen, wie das SOUP-Modell Innovationen an der Basis, kollektive Entscheidungsfindung, geteilte Verantwortung und gemeinschaftliches Engagement fördert und gleichzeitig einen praktischen, übertragbaren Ansatz bietet, der an Stadtteile, Organisationen und Transition-Initiativen auf der ganzen Welt angepasst werden kann.
Diese Veranstaltung ist ideal für Community-Organisatoren, Transition-Aktivisten, Kommunalverwaltungen, gemeinnützige Organisationen, Sozialunternehmer und alle, die sich für partizipative Haushaltsplanung, bürgergesteuerte Finanzierung, Basisdemokratie, lokale wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und die Stärkung des gesellschaftlichen Engagements interessieren.