Einbindung junger Menschen - Vorschläge des Youth Caucus
Machen Sie deutlich, wie sich junge Menschen einbringen können
Junge Menschen wollen sich zwar engagieren, wissen aber oft nicht, wie. Allgemeine Aufrufe zur Beteiligung sind nicht so wirksam wie klare, greifbare Einladungen.

Junge Menschen & Übergänge
Vorschläge zum Engagement, vorgestellt vom Youth Caucus auf der Transition Assembly
1. Klären Sie, wie sich junge Menschen einbringen können
Junge Menschen wollen sich vielleicht engagieren, wissen aber oft nicht, wie. Allgemeine Aufrufe zur Beteiligung sind nicht so wirksam wie klare, greifbare Einladungen.
Umsetzbare Schritte:
● Statt zu sagen: "Wir brauchen mehr junge Leute", sagen Sie: "Wir brauchen Freiwillige für dieses spezielle Projekt - hier ist, wie Sie helfen können."
● Verwenden Sie eine klare Beschilderung: Erstellen Sie Plakate, E-Mails oder Beiträge in den sozialen Medien, in denen Rollen, Erwartungen und nächste Schritte genannt werden.
● Erzählen Sie Erfolgsgeschichten - zeigen Sie jungen Menschen, was andere getan haben und wie es einen Unterschied gemacht hat.
2. Aktivismus in das tägliche Leben integrieren
Viele junge Menschen haben finanzielle und zeitliche Zwänge, die es ihnen erschweren, sich aktiv zu engagieren.
#### Durchführbare Schritte:
Partnerschaften mit Schulen, Universitäten und Arbeitsplätzen, um Engagement in die Ausbildung oder berufliche Weiterbildung einzubinden.
● Bieten Sie Möglichkeiten, die sich mit dem Studium und der Arbeit vereinbaren lassen (z. B. Abend- oder Wochenendaktivitäten, kurzfristige Projekte).
● Bieten Sie Online-Teilnahmeoptionen für diejenigen an, die nicht persönlich anwesend sein können.
3. Bezahlte Möglichkeiten für junge Menschen schaffen
Finanzielle Hürden hindern viele junge Menschen daran, sich aktiv zu betätigen und in der Gemeinde mitzuarbeiten.
Umsetzbare Schritte:
● Beantragen Sie Mittel für die Gewährung von Stipendien oder Spesen für Freiwillige.
● Schaffung von bezahlten Teilzeitstellen für junge Menschen in Organisationen.
● Junge Menschen durch Vive an eine Beschäftigung heranführen und Möglichkeiten zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit anbieten.
● Anerkennung von Beiträgen durch nicht-monetäre Belohnungen (Zertifikate, kostenlose Schulungen, Mentorenschaft).
4. Erkennen Sie die Verflechtung von Themen an
Junge Menschen sind eher bereit, sich zu engagieren, wenn sie sehen, wie ökologische und soziale Fragen mit ihrem Leben zusammenhängen.
Umsetzbare Schritte:
● Umweltaktivismus als Teil eines umfassenderen Kampfes sehen - Wohnungsbau, Rassengerechtigkeit, finanzielle Sicherheit, psychische Gesundheit.
● Partnerschaften mit verschiedenen Organisationen, um diese Zusammenhänge zu verdeutlichen.
Schaffen Sie Raum für junge Menschen, um zu diskutieren, welche Themen ihnen am wichtigsten sind.
5. Junge Menschen durch Gespräche einbinden, nicht durch Annahmen
Junge Menschen sind auch nur Menschen. Unterschiedliche Individuen und Gemeinschaften haben unterschiedliche Prioritäten, Interessen und Motivationen.
Umsetzbare Schritte:
● Fragen Sie junge Menschen aktiv, was ihnen wichtig ist, anstatt Vermutungen anzustellen.
● Führen Sie informelle Umfragen durch oder veranstalten Sie Zuhörersitzungen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen.
● Junge Menschen in die Entscheidungsfindung einbeziehen, anstatt sie nur zu konsultieren.
6. Offene und zugängliche Räume schaffen
Junge Menschen müssen nicht überzeugt werden, um sich zu engagieren - sie brauchen Raum, um sich einzubringen.
Umsetzbare Schritte:
● Bereitstellung kostenloser oder kostengünstiger Begegnungsräume für junge Menschen, die diese organisieren können.
● Stellen Sie Materialien, Mentoren und Ressourcen zur Verfügung, aber lassen Sie sie die Führung übernehmen.
● Unnötige Bürokratie, die von einer Teilnahme abhalten könnte, abbauen.
7. Zugang zum Land und Engagement im Freien verbessern
Viele junge Menschen haben keinen Zugang zu Naturräumen, was ihr Engagement für die Umwelt erschwert.
Umsetzbare Schritte:
● Aufbau von Partnerschaften mit Bauernhöfen, Gemeinschaftsgärten und Landbesitzern, um kostenlosen oder erschwinglichen Zugang zu ermöglichen.
Organisieren Sie Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Naturwanderungen und Permakultur-Schulungen.
Lobbyarbeit für eine Politik, die jungen Menschen den Zugang zu Land erleichtert, z. B. in Zusammenarbeit mit der Land Workers Alliance oder Right to Roam-Gruppen.
8. Aufbau einer starken Online-Präsenz und Sichtbarkeit
Wenn junge Menschen Ihre Organisation online nicht finden können, werden sie sich wahrscheinlich nicht engagieren.
Umsetzbare Schritte:
Unterhalten Sie eine aktive Website oder eine Seite in den sozialen Medien, auf der Sie klar und deutlich erklären, was Sie tun und wie Sie sich engagieren können.
Teilen Sie regelmäßig Neuigkeiten, Erfolgsgeschichten und Einladungen zu Veranstaltungen.
Sorgen Sie dafür, dass junge Menschen Sie leicht über direkte Nachrichten, E-Mails oder Formulare kontaktieren können.
9. Ausgewogene Unterstützung durch ältere Generationen, ohne die Führungsrolle der Jugend einzuschränken
Ältere Aktivisten können wertvolle Erfahrungen einbringen, müssen aber vermeiden, die Ansätze junger Menschen zu ersticken.
Umsetzbare Schritte:
● Mentoring anbieten, ohne die Richtung der von Jugendlichen geleiteten Initiativen zu kontrollieren.
● Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Generationen anstelle der Trennung.
● Seien Sie offen für neue Ideen und Organisationsformen.
● Das Lernen kann zwischen den Generationen wechselseitig sein.
10. Aktivismus soll Spaß machen, sozial und gemeinschaftsorientiert sein
Viele junge Menschen werden durch Freundschaften und soziale Kontakte zum Aktivismus hingezogen.
Umsetzbare Schritte:
● Organisieren Sie gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen, bei denen es nicht nur um die Arbeit geht - gesellige Zusammenkünfte, Musik, Essen, kreative Aktivitäten.
● Machen Sie Aktivismus einladend und unterhaltsam, anstatt ihn zu ernst oder zu anstrengend zu machen.
● Fördern Sie Gruppenprojekte, bei denen junge Menschen mit Freunden zusammenarbeiten können.
● Laden Sie Übergangsnachbarn ein, an Aktivitäten teilzunehmen und ihre Freunde einzuladen.
11. Die Rolle der jungen Menschen in der Übergangsbewegung Junge Menschen sind nicht nur "die Zukunft" - wir sind jetzt hier
Junge Menschen haben nicht alle Antworten, und das müssen wir auch nicht. Wir sind nicht nur "die Zukunft" - wir sind jetzt hier und arbeiten mit Ihnen zusammen, um Lösungen zu finden, die allen zugute kommen. Wir sind einfach Menschen, denen die gleichen Dinge am Herzen liegen wie Ihnen.
Anstatt zu fragen: "Was können junge Menschen einbringen?", sollten Sie sich selbst fragen.
Warum wollen Sie uns dort haben?
✅ Wie können junge Menschen die Ärmel hochkrempeln und sich an der Gestaltung des Übergangs beteiligen?
Echter Wandel erfordert generationenübergreifende Zusammenarbeit
Beim Wandel geht es nicht darum, dass eine Generation für eine andere weicht - es geht darum, sich in der Mitte zu treffen, voneinander zu lernen und gemeinsam etwas Stärkeres zu schaffen.
Der Austausch zwischen den Generationen ist keine Einbahnstraße, sondern ein Gespräch, ein gemeinsamer Prozess der Entdeckung. Allzu oft wird der Wandel als etwas dargestellt, das in Zyklen abläuft - aber wirklicher Wandel findet statt, wenn wir erkennen, dass sich unsere Stärken ergänzen.

Junge Menschen bringen Dringlichkeit, mutige Ideen und die Bereitschaft mit, den Status quo in Frage zu stellen.
Ältere Generationen bringen Weisheit, Perspektive und Widerstandsfähigkeit aus eigener Erfahrung mit.

Wenn wir wirklich zuhören - wenn wir uns für die Einsichten derer öffnen, die vor uns da waren und derer, die noch kommen werden -, dann sehen wir die Welt nicht nur anders. Wir gestalten sie auf andere Weise.
Wahre Macht ist immer nur kollektiv - und die besten Ideen entstehen, wenn wir sie gemeinsam entwickeln.
